ICH TU WAS FÜR MICH

Das CD-Programm für
aktive Lebensgestaltung

Musik, Magie & Medizin

von Lutz Berger

Teil 2

Während sich die erste Folge von "Musik, Magie & Medizin" mit MusikMedizin und Musiktherapie beschäftigte, steht die zweite ganz im Zeichen innovativer Klangtherapien.

Zwei Seiten einer Medaille
In den letzten Jahren wurde eine Fülle neuer musikalischer Techniken entwickelt, die aufhorchen lassen. Micky Reman: „Dieses Genre, obwohl alles andere als offiziell, ist schon jetzt reich an reizvollen Beispielen, bei denen auch irgendetwas immer fantastisch funktioniert. Da werden die Wirbel der Wirbelsäule mit den Tönen der Tonleiter korreliert, da werden – in ca. zehn sich widersprechenden Versionen – Chakren, Töne und Farben aufeinander bezogen, oder es werden die Ellipsen der Planeten und die Spiralen der DNS vertont und auf Entsprechungen zu den Liedern von Galle, Milz und Leber überprüft. Die zugrundeliegenden Systeme sind ihren Begründern häufig unter visionär-meditativen Umständen erschienen und wurden dann auf beeindruckende bis abschreckende Logarithmentafeln und Welterklärungsmodelle gebannt.“

Eine solche Experimentierfreudigkeit bietet einerseits Raum für Entdeckungen, den die klassische Wissenschaft nur bedingt anbietet – auf der anderen Seite lauert die Gefahr, auf halbfertige Entwicklungen und unbewiesene Behauptungen hereinzufallen. Ob sich diese neuen Formen der Musiktherapie in unserem Gesundheitswesen durchsetzen werden? Die Chancen stehen nicht schlecht: Auch wenn sich manchem Mediziner und Musiktherapeuten noch die Haare sträuben – gegenüber dem Sog dieser mitreißenden Bewegung sind sie machtlos.

Bio-Akustik und Signature Sounds
Mitte der Siebziger stellte die Studentin Sharry Edwards beim Abtippen eines Artikels über Tinnitus-Tests fest, daß auch sie bisweilen ungewöhnliche Töne hörte. Sie meldete sich an – und „der Testleiter war ziemlich überrascht, daß ich Töne hören konnte, die weit über seinen eigenen Wahrnehmungsbereich hinausgingen. Dann bat er mich, die Töne mit meiner Stimme nachzumachen. Als ich es tat, ging er in die Knie, und als ich aufhörte, bekam er einen Kreislaufkollaps.“

Das war der eindrucksvolle Auftakt zu Signature Sounds, der Klangtherapie von Sharry Edwards. Inzwischen belegen zahlreiche Fallstudien Erfolge bei kardialen Störungen und Bluthochdruck, chronischen Schmerzen, mentaler Retardierung, Sehstörungen, umweltbedingten Allergien, Knochenwachstums-, Muskel- und Nervenproblemen, Depression und Drogenabhängigkeit. Mittlerweile arbeiten zahlreiche Kliniken und Gesundheitszentren, Sportverbände, Hochschulen und die US-Streitkräfte mit Signature Sounds. Im Mittelpunkt steht eine Stimmanalyse des Patienten mittels eines speziellen Computerprogramms. Die anschließende Therapie besteht – stark vereinfacht – im wiederholten Anhören der Töne, die dem jeweiligen Frequenzspektrum fehlen. Die Ausbildung zum Signature Sound-Practitioner wird hierzulande am Klinkzentrum in Bad Sulza angeboten - und nach einem Fernsehbericht über dieses Verfahren kommen die Anbieter der wachsenden Nachfrage kaum noch nach.

Welt = Harmonie + Zahl ?
Viele der neuen Klangtherapien beruhen auf einer engen Verbindung zwischen Musik und Mathematik oder wären ohne den Einsatz von Computern schlicht unmöglich. Solche musikalisch-mathematischen Kompositionen dienen nicht nur dem Menschen: Der französische Physiker Joel Sternberger übertrug die Quanten-Vibrationen, die beim Zusammensetzen eines Proteins aus einzelnen Aminosäuren entstehen, in hörbare Schwingungen und Klänge. Bei einer täglichen dreiminütigen Beschallung mit diesen Tönen wuchsen seine Tomaten angeblich zweieinhalbmal schneller und schmeckten süßer. Außerdem konnte eine Infektion der Pflanzen verhindert werden, indem bestimmte Virus-Enzyme musikalisch gestoppt wurden (siehe Kasten: Sonic Bloom).

Wie können einfache Phänomene wie Schallwellen eine derart starke Wirkung haben? Der Schweizer Arzt Dr. Hans Jenny entdeckte bei seinen Untersuchungen über die Auswirkungen von Klang auf Wasser, Plastik, Sand und Staub, daß sich diese Stoffe unter bestimmten Frequenzen zu geometrischen und biologischen Mustern arrangieren, die an Zebrastreifen und Schildkrötenpanzer, rätselhafte Unterwasser#landschaften und geometrische Figuren erinnern. Dr. Jennys Schlußfolgerung: „Wenn biologische Rhythmen mit den ihnen eigenen intervallähnlichen Frequenzen generativ tätig werden, müssen notwendigerweise harmonische Muster entstehen." Viele Wissenschaftler betrachten Jennys Forschungen als ästhetische Spielerei, andere (darunter der Chiropraktiker Guy Manners) übertrugen seine Erkenntnisse in die Therapie und erzielten bemerkenserte Erfolge. Und immer wieder stießen sie auf die überraschenden Parallelen zwischen Musik und Mathematik.

Musik und Mathematik
Wer sich mit den Zusammenhängen von Zahl und Ton beschäftigt, kommt an Pythgagoras, dem griechischen Philosophen und Zeitgenossen Buddhas, nicht vorbei. Mathematik galt dem Begründer der modernen Geometrie als ideale Verbindung zwischen Geist und Schöpfung. Und nirgends, so Phytagoras, läßt sich der Zusammenhang zwischen Realität und Metaphysik besser erkennen als in der Musik.

Als „Computer“ diente Phytagoras ein einfaches Instrument: das Monochord. Durch mehrfaches Unterteilen der Saitenlänge entstehen Töne, die in einem bestimmten mathematischen Verhältnis zueinander stehen. Und diese Verhältnisse findet man überall in der Natur: in den Proportionen unseres Körpers, den Schlafrhythmen und Herztönen, im Periodensystem der Elemente, der Bildung von Pflanzen und Blüten, in Kohlenstoffatomen und Kristallgittern, in der Dichtkunst, der Musik, der Malerei und Architektur.

Das Alphabet des Herzens
All das ist seit langem bekannt - doch die Entdeckung eines harmonikalen "Alphabet des Herzens" überraschte selbst den Nobelpreisträger Karl Pribram. Er studierte die Arbeiten des „Institute of HeartMath“, die in einer Reihe von EKG-Spektralanalysen eindeutig harmonikale Skalen nachweisen konnten, die immer dann auftauchen, wenn das Herz in liebevollen Gedanken schwingt.

Wer also in Liebe und Mitgefühl schwelgt, stärkt sein Immunsystem und kann möglicherweise über komplizierte elektrische Prozesse der Herzmuskeln und anderer Phänomene die DNS, das körpereigene Reperatursystem, ansprechen. Daß sich so etwas gezielt trainieren läßt, zeigen die Forschungen am Institute of HeartMath – was den Herausgeber eines großen US-Gesundheitsmagazins zu folgendem Statement veranlaßte: „Wäre dies eine Pille, würde sie als die größte medizinische Entdeckung des Jahrhunderts gefeiert.“

Der Ton des Gelben Kaisers
Das die richtige Musik, zur richtigen Zeit gespielt, eine heilsame Wirkung hat, war fester Bestandteil vieler Kulturen. Ob in Indien oder China, Ägypten oder Griechenland - überall gab es eine lange Tradition, Musik für Heilzwecke einzusetzen. Im Laufe der Jahrhunderte verlor sich dieses Wissen, doch in den letzten Jahren versuchen immer mehr Ärzte, an die alten Traditionen anzuknüpfen.

Daß wieder Musik in chinesischen Krankenhäusern erklingt, ist mit ein Verdienst von Shi Feng: Der Komponist und Musiker befaßt sich seit Anfang der 80er Jahre intensiv mit der therapeutischen Wirkung von Musik und arbeitet als musiktherapeutischer Berater in mehreren Krankenhäusern. In seiner Musik nach den Fünf Elementen sind weder Tonart noch Rhythmus, weder Besetzung noch Tempo beliebig. Alles steht in einem engen Bezug zu den inneren Organen bzw. deren Funktionskreisen, wie sie aus der Chinesischen Medizin bekannt sind. Jeder dieser Funktionskreise hat seine ganz spezifische Bedeutung für den Gesamtorganismus und darüber hinaus seinen eigenen Charakter und seine eigene Schwingung. Die Schwingungen lassen sich zu fünf Typklassen zusammenfassen, welche wiederum den jeweiligen Eigenschaften der fünf Elemente zugeordnet sind. Die Musiktherapie soll mit Hilfe der entsprechenden Schwingungen die betreffenden Funktionskreise ansprechen und regulieren.

Vertrieben werden die CDs von einem deutsch-chinesisches Paar aus Heidelberg. „China Original“ gibt eine CD-Reihe mit der Musiktherapie nach den fünf Elementen heraus sowie spezielle Musik zur Elektroakupunktur und beantwortet Fragen, die den Einsatz dieser Musik betreffen.

Vibrationale Medizin
Musik kann man nicht nur hören, sondern auch fühlen! Eine der sinnlichsten Musikerfahrungen besteht darin, sich ihren Schwingungen auszusetzen – und damit beschäftigt sich die Vibrationale Medizin, eine junge Disziplin, zu deren Pionieren der Norweger Olaf Skille gehört. Seine Forschungen führten zu einem Boom sogenannter "Klangliegen". Olaf Skille: „Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die mechanischen Schallschwingungen den Körper derart anregen, daß keine Zelle von den Schallwellen unberührt bleibt.“

Dabei haben sich tiefe Frequenzen zwischen 30 – 120 Hz als therapeutisch besonders wirksam erwiesen. Positive Ergebnisse zeigt die Klangmassage bei spastischen Störungen, Kreislaufschwäche, Fibromyalgie sowie bei der Behandlung streßbedingter Leiden wie Kopf- und Rückenschmerzen – um nur einige zu nennen. Doch – und dies gilt für viele der hier vorgestellten Therapien – ist es auch ohne „Leidensdruck“ ein unvergeßliches Erlebnis, auf einer Klangliege Platz zu nehmen und sich von den wohltuenden Schwingungen durchfluten und entspannen zu lassen …

Hemi-Sync - Musik und Bewußtsein
Musik kann fröhlich und traurig stimmen, heiter oder nachdenklich. Sie wirkt auf unsere Stimmungen - und auf unser Bewußtsein. Schamanen nutzten diesen Effekt, um sich in Trance zu trommeln - heute setzen Psychologen Musik ein, um ihre Klienten zu entspannen oder anzuregen, um Zugang zu verschütteten Erinnerungen und Gefühlen zu finden. Es gibt Musik zur Steigerung der Konzentration, Musik für Meditation und Fantasiereisen. Viele dieser Kompositionen werden mit Frequenzen unterlegt, die auf Arbeiten des deutschen Forschers H. W. Dove aus dem Jahr 1839 zurückgehen: die Binaural Beats (bekannter als „HemiSync“, „Brain-Sync“ etc).

Der akkustische Trick ist simpel: stereophon getrennt werden in das rechte und das linke Ohr unterschiedliche Töne eingespielt, die im Gehirn zu einem dritten Ton verschmelzen. Spielen Sie beispielsweise rechts 400 Hz und links 410 Hz ein, hat das Gehirn die Neigung, sich auf die Differenz (in diesem Fall 10 Hz) einzuschwingen. Zahlreiche Studien konnten zeigen, daß diese einfache Technik erstaunliche Wirkungen auf das Bewusstsein hat.

Ihr kommerzieller Wegbereiter war Robert Monroe, Besitzer einer Reihe von Radio#sendern im Südosten der USA. Er beschäftigte sich in seinem Institut mit der Wirkung dieser Frequenzen auf das Bewußtsein und zeigte, daß Binaural Beats ein wirkungsvoller Weg sind, die Aktivitäten der Gehirnwellen zu verändern. So wirkungsvoll, daß die amerikanische Armee diese Technik zum Training ihrer Top Guns, Piloten und Elitetruppen einsetzt und eine Zeitlang seng mit dem Monroe Institut zusammenarbeitete.

Da die Produktion von Binaural Beats mit moderner Synthesizer- und Computer#technologie relativ einfach ist, kopieren inzwischen Dutzende von Herstellern dieses Verfahren für ihre Kassetten und CDs. Allerdings funktionieren Binaural Beats längst nicht so simpel, wie es manche Produzenten gerne hätten, und die Grenze zwischen guten und schlechten Produkten ist fließend ...

Die geheimnisvollen Flöten
So fließend wie die Grenze zwischen Tag und Nacht, gestern und heute, Fantasie und Realität. Das erfuhr auch der Amerikaner Daniel K. Statnekov vor einigen Jahren, als er eine Reihe peruanischer Tongefäße ersteigerte, die er für antike Grabbeilagen hielt. Doch als er zufällig in einen der "Schnäbel" dieser Krüge blies, erfuhr der nüchterne Geschäftsmann eine spontane Bewußtseinsveränderung: Statnekov hatte das Geheimnis der peruanischen Krugflöten wiederentdeckt.

Der Wissenschaftler Don Wright, einer der besten Kenner der geheimnisvollen Flöten, vermutet, daß "vor Jahrtausenden eine Technologie entwickelt wurde, die Menschen in das Reich der geistigen Welt transportierte, in andere Welten unserer Existenz." Der entscheidende Effekt besteht in der körperlichen Resonanz zwischen den Hohlräumen der Flöte und denen des menschlichen Körpers. Für ein Konzert bedarf es einer Gruppe von vier, acht oder zwölf Bläsern, wobei es zu einer eigenartigen Verschmelzung kommt; laut Don Wright „das zentrale Erlebnis des Einsseins mit den anderen Teilnehmern, das in keinem Zusammenhang mit der materiellen Welt steht. Man fühlt sich auf einer geistigen Ebene als Gleichgesinnte“.

Ähnliches berichtet Aida Hinojosa, die regelmäßig Seminare mit den Krugflöten veranstaltet: „Mysteriös, tief und eindringlich schwebt der geheimnisvolle Klang der doppel-kammrigen Flöte zwischen meinen beiden Ohren. Innerhalb von Nanosekunden vibriert mein Gehirn mit meinem Atem ... Ich fühle mich außerhalb des Raumes, es ist keine Musik, sondern reiner Klang, der eine Brücke zu anderen Dimensionen baut.“

Infos & Adressen:
Peruanische Krugflöten:
Don Wright
20 Anita Avenue
La Selva Beach, CA 95076
USA
Tel. 001-408-688 7301
Email: donwri@ix.netcom.com

http://www.entheosound.com/
Hier Don Wright´s Homepage, die über seine Krugflöten, Bücher, Tapes und Workshops informiert. Don Wright produziert und verschickt diese Krugflöten weltweit, sie werden aber nur in Sets verkauft und die Lieferzeit richtet sich stark nach der Auftragslage (in der Regel sind es ca. 3 Monate). Die Preise: Ein Set mit 4 Flöten kostet $950, ein Set mit 8 Flöten $1600, ein Set mit 12 Flöten kostet $2400.

Vibrationale Medizin / Klangliegen:
Wunsch Medizingeräte
Alexander Wunsch
Bergheimer Straße 116
69115 Heidelberg

Hemi-Sync:
Earth Pulse
Sabine Fechner
Robert Thiedemann
Augustenstraße 71
80333 München
089 - 524 704

Dieser Artikel von Lutz Berger erschien in der Zeitschrift BIO.

Teil 1

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