Weiterführendes zum Thema MENTALES TRAINING

Informationen, Übungen, Literaturhinweise und Links

* Stichwort: Visualisieren
* Mentales Training im Sport
* Anker setzen
* Literaturempfehlungen
* Empfehlenswerte Links
Mental
Kat.Nr. 157137-2
ISNB-Nr. 3-8291-9013-1


Stichwort: Visualisieren
Manche behaupten sie könnten es nicht, andere verwechseln es mit Fantasieren und halten es für Schaumschlägerei. Doch das wird jener geheimnisvollsten aller Kräfte unseres Gehirns nicht gerecht: der Vorstellungskraft. Visualisieren ist die "Kunst der geistigen Schöpfung, der konstruktiven Vorstellungskraft". Es bündelt die Kräfte unseres Bewußtseins und lenkt sie auf ein Ziel hin.

Unsere (bewußten und unbewußten) Vorstellungen haben erhebliche Konsequenzen auf unser Verhalten, unser Selbstvertrauen, unsere Gefühle und unsere gesamte Körperchemie. Vorstellungen können stärker sein als "tatsächliche" Erlebnisse. Der Philosoph Epitet vor 2000 Jahren: "Es sind weniger die Ereignisse, die den Menschen beunruhigen, als vielmehr die Vorstellungen, die er sich von diesen Ereignissen macht."

Gedanken, Bilder und Vorstellungen
über unsere Fähigkeiten und Talente bestimmen unser Leben. Der römische Kaiser Marc Aurel : "Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht."

Und heute? Jeane Achterberg ist Professorin an der University of Texas, Forschungsdirektorin für Rehabilitationswissenschaften, Mitbegründerin der Professional School of Biofeedback in Dallas. Sie kam aufgrund ihrer langjährigen klinischen Erfahrung und Forschungstätigkeit zu der Überzeugung, daß innere Bilder für unsere Gesundheit eine zentrale Rolle spielen. Prof. Achterberg:

"Vorstellungen haben auf physische Reaktionen eine direkte und eine indirekte Wirkung und werden umgekehrt ebenfalls von ihnen beeinflußt. Man nimmt an, daß Vorstellungsbilder zwar nicht notwendigerweise identische, aber ähnliche innere Reaktionszustände auslösen wie "reale" äußere Stimuli. Bei Visualisierungsübungen ist beispielsweise die Sehhirnrinde aktiviert, die peripheren Sehbahnen können ebenfalls daran beteiligt sein. Menschen mit intensiven inneren Bildern erleben ebenso ausgeprägte physiologische Reaktionen. Intensive Gedanken an bestimmte Körperreaktionen aktivieren die dazugehörigen Nervenzellen. Die Entladungsquote ist zwar extrem niedrig, aber nichts desto weniger eindeutig meßbar."

* Ausgangspunkt jeder erfolgreichen Visualisierung ist ein entspannter Zustand. In diesem Zustand der Ruhe und Gelassenheit verschwinden alle äußeren Reize, Ihre Motorik kommt zur Ruhe und störende Gedanken werden ausgeschaltet. Sie sind vollständig frei für Ihre inneren Bilder.

* Dabei werden die Bilder umso wirksamer je anschaulicher sie sind. Füllen Sie Ihre innere Leinwand mit Farben, Tönen, Gerüchen, Gefühlen und Musik! Je genauer Sie sich jedes Bild und jede Einstellung ausmalen, desto mehr Energie konzentrieren Sie auf die Erfüllung Ihrer Wünsche.

* Sollten Sie Anfangs Schwierigkeiten haben Bilder "zu sehen", machen Sie sich keine weiteren Gedanken. Viele Menschen "fühlen", "spüren" oder "denken"ihre Bilder. Mit der Zeit fällt es Ihnen immer leichter innere Bilder zu sehen.

* Und um Ihre Technik zu verbessern haben wir zwei Kassetten mit Übungen produziert. Sie ermöglichen Ihnen, von einfachen Buchstaben und Zahlen bis hin zu komplexen Filmen Ihr Vorstellungsvermögen gezielt zu trainieren und auszubauen.

Mentales Training im Sport
"Nahezu alle Trainer und Athleten stimmen darin überein, daß mindestens 50% eines guten Spielablaufs geistiger Natur sind. Sind Sie jedoch wie die meisten Sportler, so wenden Sie kaum 5% Ihrer gesamten Trainingszeit dafür auf, um Ihre mentalen Fähigkeiten zu kultivieren. Die naheliegende Frage ist wieso?"

Dr. James E. Loehr ist Leiter eines Hochleistungs-Trainingsinstitutes für Spitzensportler, Direktor für Sportpsychologie, Trainer, Berater und Personal Coach:

"Wie bei einem Computer erhalten wir immer das zurück, was wir einprogrammieren. Unsere Denkmuster und Selbstgespräche stellen wichtige Input-Quellen dar. Entweder programmieren Sie sich für den Erfolg oder Sie programmieren sich für den Mißerfolg. Machen Sie sich nichts vor, indem Sie glauben, daß Ihre negative Haltung harmlos ist. Was in Ihrem Kopf vorgeht, das spiegelt Ihr Körper wieder. Eine erfolgreiche Steuerung Ihrer idealen Leistungsverfassung und die Fähigkeit, ein guter Wettkämpfer zu werden, machen es erforderlich, daß Sie Ihre negative Grundeinstellung unter Kontrolle bekommen. Die folgenden drei Schritte sollten Ihnen ganz erheblich dabei helfen:

Schritt 1:
Horchen Sie auf das, was Sie sagen und denken, werden Sie sich Ihrer Denkweise und Ihrer inneren Stimme bewußt. Seien Sie besonders sensibel gegenüber jeglicher negativen Einstellung. Geben Sie sich selbst den Befehl, jeden negativen Input sofort zu stoppen.

Schritt 2:
Sobald Sie sich irgendeiner negativen Einstellung bewußt werden, rufen Sie mit Ihrer inneren Stimme laut HALT. Sie werden überrascht sein festzustellen, daß dieser unerwünschte Gedanke wirklich stoppt.

Schritt 3:
Ersetzen Sie negatives Gerede oder den negativen Gedanken durch etwas Positives und Konstruktives. Ihre negative Einstellung ist kontrollierbar! Fangen Sie an, die Sache in Ihre Hand zu nehmen!"

Dr. James E. Loehr "Persönliche Bestform durch Mental-Training"
BLV Verlagsgesellschaft

Anker setzen
von Michael Hutchison
Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften der Trance ist es, daß man sich Suggestionen "ankern" kann, die erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man sich längst nicht mehr in Trance befindet, wirksam werden. Bekannt wurde der Begriff der posthypnotischen Suggestion. Der Hypnotiseur gibt der hypnotisierten Person Befehle, die dann auf ein bestimmtes Signal hin, wie z.B. einen Pfiff hin, anfängt sich die Schnürsenkel zu binden.

In den letzten Jahren wurde diese Technik immer weiterentwickelt und perfektioniert, so daß neue Varianten Ihnen ermöglichen, sich selbst in Trance einen Auslösemechanismus einzupflanzen, der später, wenn er abgerufen wird, automatisch bestimmte (und gewünschte) Verhaltensweisen hervorruft, oder die Person in einen bestimmten Zustand versetzt. Diese Technik wird "ankern" genannt.

Ein Anker ist im Grunde ein Ursache/Wirkungs-Mechanismus. Pavlow konditionierte seine Hunde, beim Erklingen einer Glocke Speichel zu produzieren, indem er ihnen beibrachte, das Läuten der Glocke mit Futter in Verbindung zu bringen. Anker werden "gesetzt", wenn wir uns in einem erhöhten oder sehr intensiven Bewußtseinszustand befinden und auf dem Höhepunkt ein bestimmtes Signal oder einen bestimmten Reiz verankern. An diesem Punkt wird eine neurologische Verbindung zwischen dem Stimulus und dem Zustand hergestellt. Pavlow´s Hunde befanden sich in einem erregten Zustand (Hunger), als sie das Futter erhielten, und am Höhepunkt erklang die Glocke. Nach einiger Zeit reichte der Glockenton aus, um die Speichesekretion der Hunde anzuregen.

Auf ähnliche Weise lösen zahllose Oldies eine bestimmte Wirkung in mir aus. Ich saß z.B. einmal in einem erregten Zustand (Petting) im Rücksitz eines Autos, als im Radio "Mr. Blue" von Fleetwood Mac lief. Noch heute, 30 Jahre später, löst dieses Stück jedes Mal Pavlowsche Reflexe in mir aus - das Stück ist ein Anker für diesen intensiven psycho-physiologischen Zustand geworden.

Anker können in allen Lebenslagen kreiert werden
- wir tun dies jederzeit, wenn wir unbewußt einen bestimmten Werbeslogan mit einem bestimmten Produkt in Verbindung bringen ("Nichts ist unmöglich"), ein Signal mit einem Gefühlszustand (Weihnachtsbaum), oder ein Signal mit einer Handlung (rote Ampel). Sportler setzen sich selbst ständig Anker. So üben z.B. Tennisspieler vor einem Spiel den Aufschlag, kneten zwei Bälle in der Hand oder lassen den Ball ein paarmal "dopsen". Erst wenn sie sich so ein Gefühl von Selbstvertrauen "geankert" haben, sind sie bereit, das Spiel zu beginnen oder fortzufahren.

Wir wissen, daß die Intensität und Beständigkeit des Ankers umso größer ist, je intensiver oder erweiterter unser Bewußtseinszustand ist. Wie aus zahlreichen Untersuchungen hervorgeht, sind Mind Machines äußerst wirksame Hilfsmittel für die Induzierung intensiver und erweiterter Bewußtseinszustände. In einer durch Selbsthypnose erreichten Trance begeben wir uns in einen erweiterten, intensivierten Zustand, Hypersuggestibilität genannt. Die Kombination von Selbsthypnose mit Mind Machines ist eine der schnellsten und wirksamsten Methoden, die je entwickelt wurde, um Anker zu setzen.

Wie setzt man sich einen Anker?
Zunächst müssen Sie sich in den Zustand versetzen, den Sie verankern möchten. Dabei ist Selbsthypnose sehr nützlich. Nehmen wir an, Sie werden in Personalbesprechungen meist nervös und es fällt Ihnen schwer, dem Gespräch zu folgen. Deshalb möchten Sie einen kühlem Kopf, Redegewandheit und Kontrolle ankern. Nehmen Sie Ihre MT, begeben Sie sich in eine hypnotische Trance und wenn Sie in einem hypersuggestiblen Zustand sind, visualisieren Sie sich bei einer Personalbesprechung.

Stellen Sie sich Ihre Kollegen vor, lassen Sie den Sitzungsraum vor Ihrem inneren Auge entstehen, hören Sie die vielen Stimmen, riechen Sie die typischen Gerüche, fühlen Sie den Stuhl usw. ensiv wie möglich - und wenn das Gefühl am stärksten ist, Sie ein perfektes Hoch empfinden, Selbstvertrauen und das Gefühl haben, die Situation zu meistern - dan Visualisieren Sie alles, bis zu den kleinsten Details und stellen Sie sich selbst als eloquent, souverän, einfallsreich und kontrolliert vor. Spüren Sie alles so intensiv wie möglich - und wenn das Gefühl am stärksten ist, Sie ein perfektes Hoch empfinden, Selbstvertrauen und das Gefühl haben, die Situation zu meistern - dann setzen Sie sich an diesem Punkt Ihren Anker.

Der Anker kann ein bestimmter Reiz sein. Sie können z.B. Ihren Daumen an den ersten Knöchel Ihres Zeigefingers legen. Untersuchungen haben ergeben, daß die besten Anker diejenigen sind, die verschiedene Arten von Sinneserfahrung miteinander kombinieren, also Klänge, Bilder, Gefühle etc. Vielleicht möchten Sie einen Anker setzen, der die oben beschriebene Fingerhaltung mit einem gesprochenen Wort (z.B. "Jetzt spreche ich!") verbindet, vielleicht wollen Sie auch diesen Anker zusätzlich mit einer bestimmten Vorstellung (z.B. Sonnenschein) verstärken.

Sobald ein Anker gesetzt wurde
wirkt er als eine Art posthypnotischer Suggestion. Wenn Sie dann bei der nächsten Personalbesprechung das Bedürfnis haben, etwas zu sagen, aktivieren Sie einfach Ihren Anker. Sie werden merken, daß Sie über die gleiche Souveränität, Eloquenz und Lockerheit verfügen, die Sie in Ihrem Trancezustand erlebt haben. All diese Gefühle sind neurologisch fest mit Ihrem Anker verbunden.

Wenn Sie Ihren Anker in einem äußerst konzentrierten und intensiven Zustand setzen, reicht dieses eine Mal aus, eine starke Wirkung zu erzeugen, wenn Sie ihn später wieder aktivieren. Trotzdem kann - wie so häufig - durch Wiederholung ein Anker noch verstärkt werden. Die Benutzung von MTs kann es Ihnen ermöglichen, sich jederzeit schnell und verläßlich in einen tiefen, entspannten und aufnahmebereiten Zustand zu versetzen, sie sind von unschätzbarem Wert für die Erzeugung wirkungsvoller Anker.

Wenn Sie sich einen Anker gesetzt haben, können Sie dazu übergehen, sich ein ganzes Repertoire unterschiedlicher Anker zu schaffen - einen für Entspannnung, einen für plötzliche Ausbrüche körperlicher Energie, einen für Freude, intensive Konzentration, Kreativität, Selbstheilung, Schmerzlinderung, Selbstvertrauen usw. Probieren Sie es aus!

Aus: Michael Hutchison, Megabrain Power, Junfermann Verlag

Literaturempfehlungen

* Serge Kahili King, Der Stadtschamane, Verlag Alf Lüchow
* Ostrander Schroeder, Super Memory, Scherz
* Anna Wise, Power Mind Training, Junfermann Verlag
* Michael Murphy, Der Quantenmensch, Integral Verlag

Empfehlenswerte Links:

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