Weiterführendes zum Thema KREATIVITÄT

Informationen, Übungen, Literaturhinweise und Links.

* Kreativitätsforscher Prof. Willis Harmann, Stanford University
* Kreativität - die Erfindung des Erfindens
* Vier Beispiele für Kreativität
* Literaturempfehlungen
* Empfehlenswerte Links

Kat.Nr. 157135-2
ISNB-Nr. 3-8291-9014-X


Kreativitätsforscher Prof. Willis Harmann, Stanford University:

"Bisher haben wir Kreativität gewissermaßen wild geerntet und uns nur der kreativen Leistungen solcher Menschen bedient, die trotz aller Bemühungen von Familie, Religion, Erziehung und Politik, ihnen die "Flausen" auszutreiben, kreativ geblieben sind.

Wenn wir lernen, die Kreativität in unser tägliches Leben zu integrieren, sie zu fördern, statt sie zu behindern, dann können wir die Zahl der kreativen Menschen in unserer Mitte etwa vervierfachen.

Das würde die Anzahl und damit den prozentualen Anteil solcher Individuen an der Gesamtbevölkerung über die Schwelle der "kritischen Masse" anheben.

Wird in einer Kultur dieser Punkt erreicht, wie es zum Beispiel in Athen zur Zeit des Perikles der Fall war, dann führt das zu einer Eskalation der Kreativität und die Zivisilation macht einen gewaltigen Sprung nach vorn.

Wir könnten ein Goldenes Zeitalter verwirklichen, wie es die Welt noch nicht gekannt hat. Ich bin fest davon überzeugt, daß dies zu Beginn des 21. Jahrhunderts eintreten wird."

Kreativität - die Erfindung des Erfindens
Ein Fahrplan durchs Land der Musenküsse von Micky Remann

Kreativität, sagte Edison, der es wissen mußte, bestehe aus1% Inspiration und 99% Schweiß. Manchmal schwitzte und arbeitete er gar 120 Stunden die Woche. Aber ohne bahnbrechende Ideen vorneweg wäre er als Erfinder kaum berühmt geworden. Man kennt das Problem vom Scheck ausschreiben: neun Nullen nebeneinander bringen wenig, eine Eins davor hingegen viel. Wie funktioniert nun das Wechselspiel zwischen den Einsern des Geistes und dem Rest, zwischen genialem Einfall und (schweißtreibender) Verwirklichung? Gibt es einen Blitzableiter für Musenküsse? Das sind die Fragen, um die sich eine neue Wissenschafztsdisziplin kümmert: Kreativitätsforschung.

Intuition beeinflußt zwar die Kraft der Intelligenz , andererseits braucht man keinen hohen Intelligenz-Quotient, um intuitiv zu glänzen. Intuition bezieht sich weniger auf verbales und kognitives Können, sondern mehr auf gefühlte Assoziationen und selbsterschaffene Metaphern. Zu dieser Erkenntnis kam der Psychologe Frank Baron von der University of California in Santa Cruz, der sich seit 40 Jahren mit dem Thema Kreativität auseinandersetzt.

Aus neurologischer Sicht hat Candace Pert vom amerikanischen National Institute of Mental Health die etwas grobgestrickte Vorstellung von den beiden Hirnhemisphären (links=logisch, rechts=kreativ) aktualisiert. Sie fand heraus, daß es die vorderen Hirnpartien beider Hemisphären sind, die bei kreativer Tätigkeit besonders aktiv sind. Auch Karl Pribram, der als einer der ersten Wisenschaftler über Gehirndominanzen arbeitete, geht davon aus, daß sich die Funktion 'Kreativität' nicht im Schema rechte/linke Hirnhälfte einordnen läßt, sondern in vordere und hintere Regionen. In den frontalen Schläfenlappen sind 30 % mehr Opiatrezeptoren als irgendwo sonst im Gehirn. Das ist insofern wichtig, als ein kreativ tätiges Gehirn dort überdurchschnittlich viele Endorphine (natürliche Opiate) ausschüttet - kein Wunder, daß es als lustvoll empfunden wird, wenn einen die Muse knutscht. Neurologen nennen das einen "endorphin-energetisierenden Bewußtseinszustand", zu deutsch: kreatives High.

"Kreativität", ergänzt Candace Pert, "kommt aus dem spirituellen Bereich, dem kollektiven Bewußtsein." Das Gehirn sei Empfänger, nicht Quelle all der erregenden und überraschenden Informationen aus dem Universum, die sich in kreativen Momenten eröffnen.

Aus welcher Dimension die guten Geister mit den guten Einfällen auch immer stammen mögen, sie haben auch ganz bestimmte psychologische Entsprechungen.

Solche Ideen, das wissen betroffene Laien genauso gut wie bezahlte Wissenschaftler, haben die freche Angewohnheit, genau dann zu kommen, wenn man am wenigsten mit ihnen rechnet - sie lassen sich nicht herbeizwingen. Einserseits nützt es also nicht, sich anzustrengen, à la: "so, heute bin ich von 9 bis 5 unheimlich kreativ." Andererseits möchte man das kreative High aber auch nicht ganz dem Zufall überlassen. Sonst verschläft man es womöglich, wenn es einem gerade die Gnade seines Erscheines erweist. Was tun? Es empfielt sich, sagen die Forscher, auf die Ränder der Aufmerksamkeit zu achten. Die besten Einfälle erblühen nämlich in den Grauzonen einer toleranten Wachheit, ihr Nährboden ist der geistige Unschärfebereich, eine Mischung aus Nonsense, chaotischem Spiel und unbehinderter Aufmerksamkeit.

Doch solche Psycho-Prosa ist längst nicht alles, was zum Phänomen der Kreativität gedichtet werden kann. Edisons 99% Schweiß lassen grüßen...

Das Schneeflocken-Modell der Kreativität
Der Harvard Psychologe David Perkins, Leiter des 'Projekt Zero' zur Erforschung kognitiver Fähigkeiten bei Wissenschaftlern und Künstlern, hat ein pragmatisches Modell jenseits der romantischen Mythen entwickelt, um den kreativen Prozess zu beschreiben. Er stieß auf sechs zusammenhängende Bausteine, die er sehr plastisch zu einem sechseckigen 'Schneeflocken-Modell der Kreativität' zusammenfaßte.

Als erste Zacke, sagt Perkins, gehört zu dieser Schneeflocke eine stark ausgeprägte persönliche Asthetik, nämlich "das Bedürfnis, dem scheinbaren Chaos Bedeutung, Reichtum und wesentliche Ausdrücke zu entringen." Teil dieser persönlichen Ästhetik ist eine hohe Toleranz gegenüber Komplexitäten, Zweideutigkeiten und Disorganisation. Kreative Menschen scheinen Gefallen daran zu finden, sich in einen Wust von Ungewißheiten zu stürzen und daraus neue Zusammenhänge zu häkeln.

Zweitens gehört zur Psychologie des Erfindens die Fähigkeit, ungewohnte Fragen zu stellen und die verschiedensten Optionen eines Problems durchzuarbeiten.

Als Nobelpreisträger Linus Pauling einnmal gefragt wurde, woher er all seine guten Ideen hernehme, antwortete er: "Zuerst hat man einen Haufen Ideen und dann schmeißt man die schlechten raus". Solchem Sieben und Sichten dienen unkonventionelle Fragen mehr als gescheite Antworten. Ebenso entscheidend ist es, ein kritisches Urteil anhören zu können und es nicht aufgrund eigener emotionaler Vorlieben abzuwehren.

Die dritte Zacke von Perkins kreativer Schneeflocke heißt mentale Mobilität.

Damit ist die Fähigkeit gemeint, neue Perspektiven und Herangehensweisen zu finden und dabei vor Paradoxien nicht zurückzuschrecken. Schutzpatron dieser Disziplin ist der römische Gott Janus, der bekanntlich mit seinen zwei Gesichtern nach vorne und hinten gleichzeitig blickte. Wer kreativ ist, wird häufig in Gegensätzen und Asymmetrien denken und die gängigen 'frontalen' Sehweisen in Frage stellen. Um aus Widersprüchen neue Synthesen zu entwickeln, bedient sich der kreative Janus-Mensch mit Vorliebe einer märchenhaften Logik. Denn die Sprache der Symbole, der Analogien und Metaphern kann auch die widerspenstigsten Gegensätze zum Happy-End lotsen, sprich: zu einer unorthodoxen Vermählung, im Jargon auch als Synergie bekannt.

Viertens gehört zur Kreativität die Bereitschaft, Risiken einzugehen.

Hier treffen sich die Einfallsreichen mit den Waghalsigen und sogar mit den Kriminellen. Sie alle suchen den Kitzel der besonderen Herausforderung, jeder auf seinem Terrain, ob geistig, körperlich oder gemischt. Die Kreativen dürfen das geistige Risiko nicht scheuen und vor intellektuellen Verbotsschildern kein Halt machen. Klingt gut, nicht wahr? Die schlechte Nachricht: Dieses Risiko schließt die Möglichkeit des Scheiterns mit ein. Anderslautenden Mythen zum trotz ist der Fall auf die Nase keine unbekannte Erfahrung für den kreativen Menschen. Im Gegenteil, nur unkreative Nasen fallen nie auf dieselben. Daß ein Genie am laufenden Band ausschließlich großartige Ideen produziert ist eine jener irrigen Vorstellungen, die "die Leute zurückhält, selbst wirklich so kreativ zu sein, wie sie es sein könnten" wie der Psychologe Dean Simonton von der University of California in Davis erkannte. Es gibt keine Monokultur des kreativen Erfolgs gibt, Mißerfolge sind Teil der Kreativität - sofern man sich durch sie nicht abhalten läßt, trotzdem weiter zu suchen. Das heißt, wer die Chancen der Originalität wahrnehmen will, arbeitet immer am Rande der eigenen Kompetenz und oftmals im freien Flug weit darüber hinaus. Zurück zu Perkins Modell,

Schneezacke Nummer fünf: Sie lautet Objektivität .

Ohne den genau prüfenden, gemeinhin objektiv genannten Blick laufen auch die brillantesten Kreativen Gefahr, in einer Welt des autistischen Scheins zu verschwinden. Objektivität, sagt Perkins, erfordert mehr als Talent oder Glück, es erfordert die Fähigkeit, sein Ego zur Seite zu stellen, Rat und Fakt und Feed-back einzuholen. Es reicht nicht, gute Ideen zu haben, wenn man nicht willens ist, sie unter die Lupe zu nehmen und zu testen.

Sechstens und letztens komplettiert die innere Motivation Perkins Modell.

Sie ist in gewisser Weise das Herz hinter und in allen anderen Aspekten der Kreativität. Erfinderische Menschen sind es in erster Linie um ihrer selbst willen, aus sich selbst heraus, und nicht, weil sie ihre Bemühungen gegen Nobelpreise und Pensionsberechtigung einzutauschen gedenken. Die Triebfeder des kreativen Arbeitens ist nicht das Kalkül von Soll und Haben, sondern ein Überfluß an Freude, ein Gefühl der Befriedigung, das aus der Herausforderung selbst bezogen wird. Wie wichtig es ist, die Quelle der innere Motivation nicht äußerem Druck preiszugeben betont Teresa Amabile, Psychologieprofessorin an der Brandeis University: "Es gibt viele Menschen mit großem kreativem Potential, und viele hatten anfängliche Erfolge damit. Aber dann trockneten sie irgendwie aus, weil sie sich von äußeren Zwängen beherrschen ließen."

Teresa Amabile weist darauf hin, daß unsere leistungsorientierte Gesellschaft von der Schule bis zum Beruf, mit der Betonung von Konkurrenz, Überwachung und Noten der Entfaltung der kreativen Motivation diametral entgegensteht.

Kein Wunder, handelt es sich doch bei der Kreativität um einen musischen Zustand, der dem "von Liebenden oder Betenden vergleichbar ist," wie Einstein einmal an Max Planck schrieb. Und er fügte an, daß dieser Zustand nicht aus einem zweckgerichteten Programm erwachse, sondern "aus einem unmittelbaren Bedürfnis."

Dieses Bedürfnis zu verspüren und seine Schwungkraft zu nutzen scheint zu den Trümpfen zu gehören, die den Menschen in diesem unserem Universum in Köpfe und Herzen gelegt wurden.

Vier Beispiele für Kreativität

Nr. 1: Kennen Sie Konosuke Matsushita ?
Kennen Sie Konosuke Matsushita, den Visionär, Patriarch und Gründer eines der größten Industriekonzerne der Welt? Mit mehr als 200 Fabriken, 15.000 Produkten, 100 Milliarden Mark Umsatz und 270.000 Mitarbeiter ist die Matsushita Industrial Group größer als Firmen wie Sony, Siemens oder Philips - und denoch blieb sie weitgehend unbekannt. Wie ihr geheimnisvoller Gründer.

1894 als einfacher Bauernsohn geboren, verlor Konosuke Matsushita früh seine Familie und begann - nach nur vier Schuljahren - mit neun eine Lehre als Fahrradhändler in Osaka. Sechs Jahre später wechselte er zum örtlichen Stromerzeuger und lernte die Häuser der Reichen und Wohlhabenden von innen kennen. Das stachelte seinen Ehrgeiz an und so machte er sich mit ein paar Yen auf der Hand mit 24 Jahren selbstständig.

Seine ersten Umsätze machte Matsushita mit Fahradlampen in Holzgehäusen. Doch der Handel war skeptisch und der jungen Firma drohte nach wenigen Monaten das Aus. Da kam Matsushita auf die Idee, jedem Händler ein kostenloses Probeexemplar zu überlassen, wenn er eine brennende Lampe über Nacht in sein Schaufenster stellte. Das machte die Kunden neugierig und brachte den Durchbruch. Ende der Zwanziger verkaufte Matsushita monatlich mehr als 30.000 Lampen und sein Unternehmen beschäftigte 500 Mitarbeiter. Doch als 1929 der Schwarze Freitag die Weltwirtschaft erschütterte, stand Matsushita ein zweites Mal vor dem Ruin.

Seine Reaktion: Er entließ niemanden, drosselte jedoch die Produktion um die Hälfte und schickte alle frei gewordenen Mitarbeiter in den Verkauf. Gleichzeitig eröffnete er eine neue Produktlinie und produzierte die ersten Radios. Bald wurde Matsushita mit monatlich 200.000 Volksempfängern und einer eigenen Batterie-Fabrik auch in diesem Segment Marktführer.

1941, nach dem Angriff auf Pearl Harbour, mußte er seine Produktion auf Propeller, Funkgeräte, Schiffe und Kriegselektronik umstellen. Deswegen wurde sein Unter-nehmen nach dem Krieg zerschlagen, Matsushita wurde entlassen und verfiel zeitweilig dem Alkohol. Erst 1950 wurde er rehabilitiert.

Danach begab er sich sofort auf seine erste Auslandsreise, um den internationalen Vorsprung aufzuholen. Danach beschloß er, vor allem Waschmaschinen, Fernseher und Kühlschränke zu produzieren. Er stocke das Forschungsbudget um das Zehnfache auf und erhöhte seine Mitarbeiterzahl von 11 auf 18.000. Sein Ziel, in allen Bereichen Marktführer zu werden, ging bereits nach vier Jahren auf. Dafür verlangte er Anfang der Sechziger von seinen Managern, die Fünftagewoche bei vollem Lohnausgleich einzuführen. Seine Pläne galten als utopisch, doch Matsushita ließ sich nicht beirren.

Der unter Schlaflosigkeit leidende Taycoon hatte 1946 ein Institut mit dem Namen PHP - "Peace and Happiness through Prosperity" gegründet. Er schrieb für dessen Hauszeitung, das "Forum für eine bessere Welt" philosophische Texte, soziale Manifeste und Botschaften wie "Mit Offenheit und Demut kann man aus jeder Erfahrung und in jedem Alter etwas lernen". Das "Forum für eine bessere Welt" war eine Zeitlang die größte japanische Zeitschrift und prägte mit seinen - aus westlicher Sicht - naiven Ideen eine ganze Generation japanischer Manager.

Unermüdlich krempelte Matsushita bis ins hohe Alter die Strukturen seiner Firmen um und entwickelte neue Produkte. Einer seiner größten Triumphe war der Durchbruch von VHS, dem Videostandard der Tochterfirma JVC. Der wegen seiner unternehmerischen Erfolge gefeierte und seiner sozialen Fantasien häufig belächelte Matsushita gründete noch im biblischen Alter von 85 das Matsushita Institute for Gouvernement and Management ... bis er 1989 im Alter von 91 Jahren friedlich verschied.

20.000 Menschen nahmen gaben in Osaka einem Mann das letzte Geleit, der als einer der größten Unternehmer des 20. Jahrhunderts in die Geschichte einging und weitgehend ein Unbekannter war. Konosuke Matsushita, 1894 als einfacher Bauernsohn in Japan geboren, Visionär, Patriarch und Herr 200 Fabriken, 15.000 verschiedene Produkte, 100 Milliarden Mark Umsatz und 270.000 Mitarbeiter. Respekt!

Nr. 2 Kennen Sie Dr. Yoshiro Nakamatsu ?
Kennen Sie Dr. Yoshiro Nakamatsu? Sollten Sie, denn der quirlige Japaner hält doppelt soviel Patente (2300 Stück) wie Thomas A. Edison (1100 Stück). Darunter für die Computer-Diskette, den CD-Player, die Digitaluhr, einen Golfschläger und und und ...

Dr. Yoshiro Nakamatsu berät japanische Multis in Zukunftsfragen, schreibt einen Bestseller nach dem anderen und arbeitet an einem Buch über "kosmische Philosophie", einem "umweltfreundlichen Quanten- Motor", sowie einem Weg, den atomaren Müll ein für allemal zu entsorgen.

Japans populärster Erfinder meditiert jeden Morgen eine halbe Stunde unter seiner Brain Machine, einem "intelligenzfördernden Stuhl", der mit niederfrequenter Ströme das Hirn massiert und seinem Erfinder zu mehr "Ideen, Potenz und Kreativität verhilft". Dazu gibts Hirn-Kekse aus Seetang und Hühnerleber und einen entsprechenden Hirn-Tee. Scheint sich auszuzahlen.

Nr. 3 Kennen Sie die Chaos Piloten ?
Was in dem kleinen Hafenstädtchen Aarhus ausgeheckt wird, lockt potente Sponsoren wie Carlsberg, Apple oder SAS aus der Reserve. In der dänischen Zukunftswerkstatt studieren rund 30 Studenten, sie lernen in komplexen Systemen zu interagieren, zu kommunizieren, den Teamgeist zu kitzeln und "dort eine Chance zu vermuten, wo andere nur Hindrernisse sehen".

Auf dem Stundenplan stehen Tai Chi, Kommunikation und immer wieder Projektarbeiten. Klingt abstrakt - ist aber in erster Linie pragmatisch. Oktober 1993 wird der erste Jahrgang zukünftiger "Key Dreamer" in Kultur, Wirtschaft und Selbstständigkeit entlassen. Die Chancen für die Absolventen stehen gut, die freie Universität genießt (nicht nur) in den skandinavischen Ländern einen hervorragenden Ruf.

Chaospiloten erfinden die Zukunft. Initiative, Schnelligkeit, Teamarbeit und Kommunikation, Körpergefühl und Kreativität sind zentrale Bestandteile des Studienplans. Lineare und mechanistische Vorgehensweisen sind ebenso fremd, wie die klassischen Klausuren. Die Architektur stimuliert sämtliche Sinne, an allen Ecken und Enden tobt das Leben. Lernen hat in Aarhus viel mit Entdecken und Ausprobieren zu tun. Anstelle von Unterrichtsplänen und Lehrern dominieren konkrete Projekte und Experimente. Zukunftsweisend!

Nr. 3 Kennen Sie George Soros ?
George Soros gehört zu den umstrittendsten Finanztycoons der Welt. Der gelernte Philosoph zwang die Bank von England in die Knie und brachte die Tigerstaaten zum Straucheln. Paralell dazu warnt er vor dem globalen Kapitalismus und engagiert sich für den Aufbau der osteuropäischen Staaten. Aus dem Buch "George Soros im Gespräch mit Kriszina Koenen", Eichborn:

Soros: Wie Sie sehen, ich bin der Archetyp des Amateurs. Ich bin wie ein Stammeshäuptling, der nicht lesen und schreiben kann. "

Sie sind eine Spezies, die im Aussterben begriffen ist?

Soros: Selbstverständlich. Ich rechne fest damit. Aber es ist eine gute Position, zu früh da zu sein. Da zu sein, bevor die Profis, die Experten alles an sich gerissen haben. Ich bin ein Pre-Experte. Und ich befinde mich in keiner schlechten Gesellschaft, denn viele große Entdeckungen des 19. Jahrhunderts wurden von Amateuren vollbracht. Als die Entdeckungen da waren, dann erst kamen die Professionellen, die richtigen Experten.

Ich liebe diese frühe Phase, die Phase der ursprünglichen Entdeckungen. In dieser Zeit ist der Wettbewerb sehrt gering und man kann mit wenigen Mitteln sehr große Erfolge erzielen."

Literaturempfehlungen

* Daniel Golemann, Kaufmann, Ray, Kreativität entdecken, DTB
* Roger von Oech, Der kreative Kick, Junfermann Verlag
* Rupert Sheldrake, Terrence McKenna, Ralph Abraham,
Denken am Rande des Undenkbaren, Serie Pieper
* Michael Murphy, Der Quanten Mensch, Integral
* Howard Gardner, Kreative Intelligenz, Campus, Frankfurt 1999
* Michael Michalko, Cracking Creativity, Ten speed press, Berkeley 88
* Mihaly Csikszentmihaly, Kreativität, Klett-Cotta, 1996
* Martin Voigmann, Genies wie Du und ich, Sauer, Heidelberg 1997
* Serge Kahili King, Der Stadtschamane, Verlag Alf Lüchow
* Ostrander Schroeder, Super Memory, Scherz

Empfehlenswerte Links:

http://www.zeitzuleben.de/inhalte/index.html

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